SCHWEDEN

SAREK NATIONALPARK - Auf Wanderung von Kvikkjokk nach Ritsem

Der Sarek Nationalpark in Lappland wurde 1909 gegründet, gehört mit zu den ältesten Nationalparks in Schweden und zum UNESCO-Welterbe Laponia.
Dieser ist fast 2000 km² groß und wird ohne Eingriff durch den Menschen dem Selbstlauf der Natur überlassen. Weder gibt es im Sarek Einrichtungen für Besucher noch markierte Pfade oder Hütten. Das Ziel ist die natürliche Landschaft zu erhalten. Die Landschaft wechselt zwischen tiefen Tälern, mehr als 100 Gletschern und Bergen, die bis zu 2000 m hoch sind. Sie zählen zu den höchsten Bergen Schwedens.

Die Wanderung führte mich in 14 Tagen aus südlicher Richtung von Kvikkjokk und mehreren Abstechern über eine Entfernung von etwa 160 Kilometern nach Ritsem. Durch seine Lage, nördlich des Polarkreises, und den langen Wintern, dauert es bis Juli, dass die Flüsse allmählich weniger Wasser führen. Danach kommt bis zum August das Schmelzwasser oftmals von den Gletschern. An warmen Tagen hat der Wasserstand im laufe des Tages wieder zugenommen, wodurch Flussquerungen morgens noch am einfachsten waren.
Der Wechsel zwischen Tälern und Bergen, führte immer wieder zu traumhaften Eindrücken der unberührten Landschaft. Durch den Selbstlauf der Natur und damit verbundenen Unberührtheit fiel es mir an einigen Tagen schwer sichtbare Entfernungen zeitlich einzuschätzen. Manchmal konnte ich das Ende eines Tals morgens sehen und war dennoch erst am Abend dort.
Vom Tal Rouhtesvagge aus, machte ich eine Wanderung auf den Gipfel des Gavabakte, der mit einer Höhe von 1906 m zu den höheren Bergen im Sarek Nationalpark zählt. Von dort bot sich eine faszinierende Aussicht über mehrere Bergketten und angrenzenden Tälern. Allerdings musste ich nach dem Abstieg längere Zeit nach meinem Rucksack und Zelt suchen, da ich den genauen Pfad nicht wiederfand, an dem ich zu anfangs aufgestiegen bin.